
- Andrea Schneider, Peter Hörschinger
PR-Agenturen erwarten 2008 deutliche Steigerung der Honorarumsätze
Konjunkturentwicklung, Kostendruck und Image der PR als Herausforderungen
Wien, 15. Mai 2008. Für 2008 erwartet die Mehrheit der österreichischen PR- Agenturen ein spürbares Wachstum der Honorarumsätze, mehr als 80% der befragten Agenturen sind mit dem ersten Quartal 2008 (sehr) zufrieden. Als aktuelle Herausforderungen sehen die österreichischen PR-Agenturen die aufziehenden Wolken am Konjunkturhimmel, den zunehmenden Kostendruck von Auftraggeberseite und das Image der PR. Öffentliche Ausschreibungen sind nach wie vor für den Großteil der Branche ein ungeliebtes Kind, das nur von wenigen Agenturen genutzt wird.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer von PRVA und PR Quality Austria (PRQA) gemeinsam mit IGF Institut für Grundlagenforschung durchgeführten Branchenumfrage unter den im PRVA organisierten PR-Agenturen[1].
Wachsende Honorarumsätze 2008 – Konjunkturentwicklung bremst Erwartungen
Insgesamt zeigen sich 30% der befragten Agenturen mit dem ersten Quartal 2008 als „sehr zufrieden“, weitere 54% sind „eher zufrieden“, wobei die Zufriedenheit bei den großen Agenturen (mehr als 10 MitarbeiterInnen) größer ist als bei den kleineren und mittleren. Die wirtschaftlichen Prognosen für das Jahr 2008 fallen insgesamt etwas zurückhaltender aus als noch 2007. Prognostizierten 2007 vier Fünftel der befragten Agenturen (79%) eine Steigerung der Honorarumsätze, so sind es 2008 nur mehr drei Fünftel (= 60%). Diese Zurückhaltung kommt auch in der erwarteten Höhe der Honorarzuwächse zum Ausdruck: Fast drei Fünftel jener, die eine Steigerung erwarten, rechnen mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent. Ein Drittel erwartet eine Steigerung von 11 bis 20%, fast 10% sehen ein Wachstum von mehr als 20%. Prozent. Auch hier ist tendenziell zu sehen, dass die Erwartungen mit zunehmender Agenturgröße optimistischer ausfallen.
„In diesen Ergebnissen spiegelt sich die Einschätzung der allgemeinen Konjunkturentwicklung wider, die von den befragten Agenturen als wichtigster Faktor für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der eigenen Agentur angesehen wird.“, fasst Peter Hörschinger, im PRVA für die Agenturengruppe verantwortlich, zusammen.
Kostendruck und Image der PR als Herausforderung im schärfer werdenden Wettbewerb
Neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung sehen die im PRVA organisierten Agenturen die zukünftigen Herausforderungen vor allem in folgenden Bereichen:
» Kostendruck von Kundenseite
» Image der PR
» Dumping-Angebote des Mitbewerbs
» Mangel an qualifizierten PR Fachkräften
Der zunehmende „Kostendruck“ und die „Dumpingangebote durch Mitbewerber“ signalisieren einen härter gewordenen Wettbewerb. Peter Hörschinger: „Trotz wachsender PR-Budgets wird durch die große Zahl an Neugründungen der Wettbewerb offensichtlich intensiver. Wenn manche Agenturen hier anscheinend auf Dumping-Angebote setzen, dann ist abzuwarten, die lange sich diese am Markt halten können. Die Qualität der Agenturleistungen hängt in erster Linie von den handelnden Personen ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich als Agentur mit Dumping-Preisen auf längere Sicht hoch qualifizierte BeraterInnen leisten kann“.
Auch was das Image der eigenen Branche betrifft, sehen die Agenturen Handlungsbedarf. Andrea Schneider, PR Quality Austria Geschäftsführerin: „Mit der Zertifizierung von PR Agenturen nach dem internationalen Consultancy Management Standard (CMS II) und dem kürzlich ins Leben gerufenen PR-Ethik-Rat, hat die Branche zwei Instrumente geschaffen, um die Qualität der heimischen PR Agenturen zu sichern und auszubauen. Das bringt langfristig ein besseres Image."
Kundenbindung, New Biz und Personalentwicklung stehen an der Spitze der Agenda
Die Antworten auf die Frage, mit welchen Themen sich die österreichischen PR-Agenturen derzeit am meisten beschäftigen, zeigen ein deutliches Bild: Auf den vorderen Plätzen finden sich ausschließlich Themen zu den Bereichen New Business und Kundenbindung bzw. Human Ressources.
Insgesamt hat sich gegenüber 2007 die Fokussierung auf die beiden Bereiche Kunden und MitarbeiterInnen weiter deutlich erhöht.
An der Spitze rangieren der Ausbau bestehender Etats und das Gewinnen neuer Kunden (je 48% „kritisch, mit besonderem Handlungsbedarf“) sowie das Halten bestehender Kunden– immerhin 37% der Befragten sehen diesen Bereich als „kritisch, mit besonderem Handlungsbedarf“.
Bei den Human Ressources Themen geht es um das Halten des Schlüsselpersonals (39%), Training und Ausbildung (32%) sowie Mitarbeitermotivation (31%). Diese Themen beschäftigen natürlich vor allem die größeren Agenturen.
Eher wenig Handlungsbedarf sehen vor allem die großen Agenturen mit mehr als zehn MitarbeiterInnen dagegen in folgenden Bereichen: Vorausplanung/Business Plan, Internationalisierung/Netzwerke, Ertragslage/Rentabilität und Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement. Bei den kleineren und mittleren Agenturen wird hier deutlich mehr Handlungsbedarf gesehen. Andrea Schneider: „Gerade wenn eine Agentur wächst, kommen der Qualitätssicherung und dem internen Management auch im Hinblick auf die Kundenbindung und das Halten von Schlüsselpersonal zentrale Bedeutung zu. Hier ist die von PR Quality Austria angebotene Zertifizierung ein sehr effizientes Instrument, das auch von immer mehr Agenturen als solches eingesetzt wird: Neun von zehn CMS-zertifizierten Agenturen bestätigen, dass sich durch die Zertifizierung die internen Abläufe stark verbessert haben. Für Auftraggeber bringt dies mehr Transparenz und Sicherheit.“
Öffentliche Ausschreibungen: Für viele kein Thema
Obwohl Neugeschäft ganz oben auf der Agenda der österreichischen PR Agenturen steht, sind öffentliche Ausschreibungen für Mehrheit der Agenturen kein wirkliches Thema. Nur 10% der befragten Agenturen geben an, an zumindest jeder vierten passenden Ausschreibung teilzunehmen. 50% der Befragten nehmen an weniger als 25% der möglichen Ausschreibungen teil, 40% äußern sich zum Thema Ausschreibungen gar nicht.
Als wichtigste Gründe für die Nichtteilnahme werden vor allem der „zu große Aufwand“ (52%) in Relation zu den „geringen Erfolgsaussichten“ (40%) genannt. Kleinere Agenturen haben das Gefühl, ohnehin nur geringe Chancen zu haben (37%). Rund ein Drittel der Befragten vermutet, dass Ausschreibungen „auf bestimmte Agenturen zugeschnitten“ sind (30%) und nehmen deswegen nicht teil.
Weitere Informationen
Dr. Peter Hörschinger, peter.hoerschinger@ikp.at, 01/524 77 90
Leiter PRVA Agenturengruppe
Andrea Schneider, andrea.schneider@prima.co.at, 01/533 66 70
Geschäftsführerin PR Quality Austria
PRVA Public Relations Verband Austria
PRQA PR Quality Austria
1030 Wien, Lothringerstraße 12/4. Stock
Tel.: +43 (0)1 715 15 40
Fax: +43 (0)1 715 15 35
www.prva.at
Konjunkturentwicklung, Kostendruck und Image der PR als Herausforderungen
Wien, 15. Mai 2008. Für 2008 erwartet die Mehrheit der österreichischen PR- Agenturen ein spürbares Wachstum der Honorarumsätze, mehr als 80% der befragten Agenturen sind mit dem ersten Quartal 2008 (sehr) zufrieden. Als aktuelle Herausforderungen sehen die österreichischen PR-Agenturen die aufziehenden Wolken am Konjunkturhimmel, den zunehmenden Kostendruck von Auftraggeberseite und das Image der PR. Öffentliche Ausschreibungen sind nach wie vor für den Großteil der Branche ein ungeliebtes Kind, das nur von wenigen Agenturen genutzt wird.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer von PRVA und PR Quality Austria (PRQA) gemeinsam mit IGF Institut für Grundlagenforschung durchgeführten Branchenumfrage unter den im PRVA organisierten PR-Agenturen[1].
Wachsende Honorarumsätze 2008 – Konjunkturentwicklung bremst Erwartungen
Insgesamt zeigen sich 30% der befragten Agenturen mit dem ersten Quartal 2008 als „sehr zufrieden“, weitere 54% sind „eher zufrieden“, wobei die Zufriedenheit bei den großen Agenturen (mehr als 10 MitarbeiterInnen) größer ist als bei den kleineren und mittleren. Die wirtschaftlichen Prognosen für das Jahr 2008 fallen insgesamt etwas zurückhaltender aus als noch 2007. Prognostizierten 2007 vier Fünftel der befragten Agenturen (79%) eine Steigerung der Honorarumsätze, so sind es 2008 nur mehr drei Fünftel (= 60%). Diese Zurückhaltung kommt auch in der erwarteten Höhe der Honorarzuwächse zum Ausdruck: Fast drei Fünftel jener, die eine Steigerung erwarten, rechnen mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent. Ein Drittel erwartet eine Steigerung von 11 bis 20%, fast 10% sehen ein Wachstum von mehr als 20%. Prozent. Auch hier ist tendenziell zu sehen, dass die Erwartungen mit zunehmender Agenturgröße optimistischer ausfallen.
„In diesen Ergebnissen spiegelt sich die Einschätzung der allgemeinen Konjunkturentwicklung wider, die von den befragten Agenturen als wichtigster Faktor für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der eigenen Agentur angesehen wird.“, fasst Peter Hörschinger, im PRVA für die Agenturengruppe verantwortlich, zusammen.
Kostendruck und Image der PR als Herausforderung im schärfer werdenden Wettbewerb
Neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung sehen die im PRVA organisierten Agenturen die zukünftigen Herausforderungen vor allem in folgenden Bereichen:
» Kostendruck von Kundenseite
» Image der PR
» Dumping-Angebote des Mitbewerbs
» Mangel an qualifizierten PR Fachkräften
Der zunehmende „Kostendruck“ und die „Dumpingangebote durch Mitbewerber“ signalisieren einen härter gewordenen Wettbewerb. Peter Hörschinger: „Trotz wachsender PR-Budgets wird durch die große Zahl an Neugründungen der Wettbewerb offensichtlich intensiver. Wenn manche Agenturen hier anscheinend auf Dumping-Angebote setzen, dann ist abzuwarten, die lange sich diese am Markt halten können. Die Qualität der Agenturleistungen hängt in erster Linie von den handelnden Personen ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich als Agentur mit Dumping-Preisen auf längere Sicht hoch qualifizierte BeraterInnen leisten kann“.
Auch was das Image der eigenen Branche betrifft, sehen die Agenturen Handlungsbedarf. Andrea Schneider, PR Quality Austria Geschäftsführerin: „Mit der Zertifizierung von PR Agenturen nach dem internationalen Consultancy Management Standard (CMS II) und dem kürzlich ins Leben gerufenen PR-Ethik-Rat, hat die Branche zwei Instrumente geschaffen, um die Qualität der heimischen PR Agenturen zu sichern und auszubauen. Das bringt langfristig ein besseres Image."
Kundenbindung, New Biz und Personalentwicklung stehen an der Spitze der Agenda
Die Antworten auf die Frage, mit welchen Themen sich die österreichischen PR-Agenturen derzeit am meisten beschäftigen, zeigen ein deutliches Bild: Auf den vorderen Plätzen finden sich ausschließlich Themen zu den Bereichen New Business und Kundenbindung bzw. Human Ressources.
Insgesamt hat sich gegenüber 2007 die Fokussierung auf die beiden Bereiche Kunden und MitarbeiterInnen weiter deutlich erhöht.
An der Spitze rangieren der Ausbau bestehender Etats und das Gewinnen neuer Kunden (je 48% „kritisch, mit besonderem Handlungsbedarf“) sowie das Halten bestehender Kunden– immerhin 37% der Befragten sehen diesen Bereich als „kritisch, mit besonderem Handlungsbedarf“.
Bei den Human Ressources Themen geht es um das Halten des Schlüsselpersonals (39%), Training und Ausbildung (32%) sowie Mitarbeitermotivation (31%). Diese Themen beschäftigen natürlich vor allem die größeren Agenturen.
Eher wenig Handlungsbedarf sehen vor allem die großen Agenturen mit mehr als zehn MitarbeiterInnen dagegen in folgenden Bereichen: Vorausplanung/Business Plan, Internationalisierung/Netzwerke, Ertragslage/Rentabilität und Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement. Bei den kleineren und mittleren Agenturen wird hier deutlich mehr Handlungsbedarf gesehen. Andrea Schneider: „Gerade wenn eine Agentur wächst, kommen der Qualitätssicherung und dem internen Management auch im Hinblick auf die Kundenbindung und das Halten von Schlüsselpersonal zentrale Bedeutung zu. Hier ist die von PR Quality Austria angebotene Zertifizierung ein sehr effizientes Instrument, das auch von immer mehr Agenturen als solches eingesetzt wird: Neun von zehn CMS-zertifizierten Agenturen bestätigen, dass sich durch die Zertifizierung die internen Abläufe stark verbessert haben. Für Auftraggeber bringt dies mehr Transparenz und Sicherheit.“
Öffentliche Ausschreibungen: Für viele kein Thema
Obwohl Neugeschäft ganz oben auf der Agenda der österreichischen PR Agenturen steht, sind öffentliche Ausschreibungen für Mehrheit der Agenturen kein wirkliches Thema. Nur 10% der befragten Agenturen geben an, an zumindest jeder vierten passenden Ausschreibung teilzunehmen. 50% der Befragten nehmen an weniger als 25% der möglichen Ausschreibungen teil, 40% äußern sich zum Thema Ausschreibungen gar nicht.
Als wichtigste Gründe für die Nichtteilnahme werden vor allem der „zu große Aufwand“ (52%) in Relation zu den „geringen Erfolgsaussichten“ (40%) genannt. Kleinere Agenturen haben das Gefühl, ohnehin nur geringe Chancen zu haben (37%). Rund ein Drittel der Befragten vermutet, dass Ausschreibungen „auf bestimmte Agenturen zugeschnitten“ sind (30%) und nehmen deswegen nicht teil.
Weitere Informationen
Dr. Peter Hörschinger, peter.hoerschinger@ikp.at, 01/524 77 90
Leiter PRVA Agenturengruppe
Andrea Schneider, andrea.schneider@prima.co.at, 01/533 66 70
Geschäftsführerin PR Quality Austria
PRVA Public Relations Verband Austria
PRQA PR Quality Austria
1030 Wien, Lothringerstraße 12/4. Stock
Tel.: +43 (0)1 715 15 40
Fax: +43 (0)1 715 15 35
www.prva.at
[1] PR Monitor 2008: Befragung der Agenturmitglieder der PRVA Agenturengruppe bzw. der PR Quality Austria, Befragungszeitraum März/April 2008, N = 75, n = 60
